Was ist eine Horizontalsperre?
Eine Horizontalsperre ist eine nachträgliche Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk. Das Prinzip: In regelmäßigen Abständen werden Bohrlöcher entlang einer Horizontalen in die Wand gesetzt – auf Höhe der Feuchtfuge, also dort wo die Feuchtigkeit aufsteigt. In diese Löcher injizieren wir ein hydrophobierendes Mittel, das sich im Mauerwerk verteilt und eine wasserabweisende Sperrschicht bildet.
Das Verfahren eignet sich für Ziegelmauerwerk, Kalksandstein und Naturstein – also für die gängigsten Mauerwerksarten in Kölner Altbauten. Die Horizontalsperre wird nach WTA-Richtlinie 4-6 ausgeführt, dem maßgeblichen Regelwerk für nachträgliche Horizontalsperren in Deutschland.
Wie funktioniert das Injektionsverfahren?
Wir bohren in der Regel im Abstand von 10–12 Zentimetern Löcher mit einem Durchmesser von 12–18 Millimetern in die Lagerfuge – auf Höhe der Feuchtfuge. Die Bohrlöcher werden so gesetzt, dass das Injektionsmittel das Mauerwerk vollständig durchdringt. Je nach Mauerwerksdicke sind ein- oder zweiseitige Bohrungen nötig.
Als Injektionsmittel kommen in der Praxis vor allem Silanbasierte Produkte zum Einsatz – in der Regel als Mikroemulsion oder als niedrigviskoses Gel. Diese Mittel dringen tief in das Mauerwerk ein, polymerisieren dort und erzeugen eine dauerhafte hydrophobe Schicht.
Wann ist eine Horizontalsperre sinnvoll?
Eine Horizontalsperre ist die richtige Lösung, wenn aufsteigende Feuchtigkeit das Schadensbild dominiert – erkennbar an feuchten Flecken, die vom Erdgeschossboden nach oben wandern, und an Salzausblühungen an den Fugen im Sockelbereich. Bei zusätzlichem seitlichem Wasserdruck sollte die Horizontalsperre durch eine Vertikalabdichtung ergänzt werden.
In Köln sehen wir häufig Mischschäden: aufsteigende Feuchte kombiniert mit seitlichem Grundwasserdruck – besonders in der Nähe des Rheins und in Senkenlagen. In diesen Fällen kombinieren wir die Horizontalsperre mit einer Innenabdichtung.
Was kostet eine Horizontalsperre?
Die Kosten für eine Horizontalsperre liegen je nach Mauerwerksdicke und gewähltem Injektionsmittel zwischen 100 und 290 Euro pro laufendem Meter. Der genaue Preis ergibt sich aus der Vor-Ort-Analyse. Wir erstellen Ihnen nach der Begutachtung ein individuelles Festpreis-Angebot.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meinen Keller auch von innen abdichten lassen?
Ja. Die Innenabdichtung ist eine bewährte Methode, besonders wenn die Außenwand nicht zugänglich ist – etwa bei Grenzbebauung, dicht bebauten Grundstücken oder denkmalgeschützten Gebäuden. Modernen Injektionsverfahren und mineralische Dichtungsschlämmen ermöglichen eine dauerhafte Abdichtung von innen, ohne dass Erdarbeiten nötig sind.
Was ist eine Horizontalsperre und wie funktioniert sie?
Eine Horizontalsperre ist eine nachträgliche Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk. Wir bohren in regelmäßigen Abständen Löcher entlang einer Horizontalen in die Wand und injizieren ein hydrophobierendes Mittel – in der Regel ein Silan- oder Paraffin-basiertes Produkt. Das Mittel verteilt sich im Mauerwerk und bildet eine wasserabweisende Sperrschicht. Die Horizontalsperre wird nach WTA-Richtlinie 4-6 ausgeführt.
Wie lange dauert eine Kellersanierung?
Das hängt vom Umfang ab. Eine Horizontalsperre ist in ein bis zwei Tagen eingebracht. Eine komplette Kellersanierung mit Innenabdichtung, Sanierputz und Trocknung dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Die technische Trocknung nach der Abdichtung kann zusätzlich zwei bis sechs Wochen in Anspruch nehmen. Wir planen jeden Schritt mit Ihnen ab.
Ist die Schadensanalyse wirklich kostenlos?
Ja. Die Erstberatung und Feuchtigkeitsmessung vor Ort ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Sie erhalten danach eine klare Einschätzung, welche Maßnahmen wirklich nötig sind – und welche nicht. Erst wenn Sie sich für ein Angebot entscheiden, entstehen Kosten.
Welche Normen und Richtlinien gelten für Kellerabdichtungen?
Die wichtigsten Regelwerke sind die DIN 18533 (Bauwerksabdichtung), die WTA-Richtlinie 4-6 (nachträgliche Horizontalsperren) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) für energetische Anforderungen. Wir arbeiten nach diesen Standards und dokumentieren jede Maßnahme normgerecht.